GESUNDHEIT UND AUSDAUERTRAINING

Ausdauer gehört zu den grundlegenden motorischen Fähigkeiten. Im Allgemeinen bezeichnet sie die Widerstandsfähigkeit unseres Organismus gegen Ermüdung. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Durchhaltevermögen, also der Fähigkeit eine bestimmte Belastung, z.B. Joggen möglichst lange aufrecht zu erhalten. Klassische Ausdauersportarten sind Laufen, Radfahren, Gehen, Schwimmen oder Rudern.

Positive Effekte für das Immun- und Herz-Kreislaufsystem

Regelmäßiges Ausdauertraining stärkt das Immunsystem, so dass Ihre Anfälligkeit für Krankheiten sinkt. Dies ist bedingt durch die fünffach gesteigerte Aktivität Ihrer natürlichen Killer- und Fresszellen, die Bakterien, Viren und auch Krebszellen angreifen. Besonders positiv wirkt sich Ausdauertraining aber auf Ihr Herz-Kreislauf-System aus. Durch kontinuierliches Training bilden sich mit der Zeit immer mehr feine Blutgefäße (Kapillaren) in den Muskeln aus und auch der Herzmuskel wird gekräftigt und besser durchblutet. Im Allgemeinen ist man belastbarer und benötigt weniger Energie, um Leistungen zu erbringen.

Den Stoffwechsel anregen und Abnehmen

Auch der Stoffwechsel läuft auf Hochtouren. Da die Energie in den Muskelzellen nur für einen sehr geringen Zeitraum ausreicht, greift der Körper auf andere Energiequellen zurück. Das ist zum Einen die Verbrennung von Glukose und der aus den Nahrungsfetten stammenden Fettsäuren unter der Beteiligung von Sauerstoff (aerob), zum Anderen der Abbau von Glukosemolekülen ohne Sauerstoff (anerob). Mit anderen Worten: Die Fettverbrennung ist gesteigert und die Kilos schmelzen nur so dahin.

Starke Knochen, stabiler Blutdruck und mehr…

Laufen stärkt Ihre Knochen und vermindert die Gefahr von Osteoporose. Die Stoffwechselaktivitäten beim Laufen bewirken eine Stabilisierung Ihres Blutzuckerspiegels. Gleichzeitig senkt sich langfristig Ihr Blutdruck und die Erhöhung der Elastizität Ihrer Gefäße schützt Sie vor Arteriosklerose. Die Blutfettwerte und der Harnsäurespiegel werden ebenfalls positiv beeinflusst.

Glückshormone für geistige Balance und Kreativität

Ausdauertraining führt zur Ausschüttung von Endorphinen, die Ihr Wohlbefinden steigern. Sie fühlen sich leicht, zufrieden und mit sich und der Welt im Einklang. Die positiven Effekte stellen sich nach etwa 15 bis 20 Minuten Training ein, daher sind 15 bis 20 Minuten pro Trainingseinheit zu empfehlen. Ausdauerlauf sorgt für eine höhere Verfügbarkeit der Gehirnbotenstoffe Dopamin, Serotonin und Noradrenalin. Ein Mangel an diesen Substanzen verursacht Depressionen. Gleichzeitig wird die Konzentration von Stresshormonen wie z.B. Cortisol deutlich verringert. Auf diese Weise fördert Ausdauertraining den gesunden, erholsamen Schlaf und hat einen positiven Einfluss auf die innere Uhr.

Insgesamt stärkt das Training Ihr Selbstbewusstsein und Ihre emotionale Stabilität. Ausdauertraining befördert ca. 100 % mehr O2 in Ihr Gehirn und versetzt Sie dadurch in die Lage Ihr geistiges Potenzial besser abrufen zu können. Es bilden sich neue Blutgefäße, und Nervenbahnen und die Leistungsfähigkeit des Gehirns nimmt zu. So kommt es zu einer verbesserten Gedächtnisleistung und Ihre Kreativität steigt.

Aerobes vs. anaerobes Training

Beim Training der allgemeinen Ausdauer kann nach der Art der Energiebereitstellung aerobes von anaerobem Training unterschieden werden. Beim aeroben Ausdauertraining werden mit Hilfe des zur Verfügung stehenden Sauerstoffs Fette und Kohlenhydrate verbrannt, ohne dass es zur Entstehung von Milchsäure im Körper kommt. Bei sehr intensiven Belastungen z.B. Sprints kommt es dazu, dass in der beanspruchten Muskulatur weniger Sauerstoff zur Verfügung steht als für die komplette Verbrennung der Energieträger notwendig ist. Es entstehen dann Abfallprodukte der unvollständigen Verbrennung, z.B. die Milchsäure. Sie führt beim Sportler zum Gefühl der vollständigen Erschöpfung.

Wirkungen aeroben Ausdauertrainings

Im Vergleich zum Normalherzen kann das Herzvolumen eines Sportlers bei Männern
von 11 - 12 ml auf 14- 1 8 ml pro kg Körpergewicht, bei Frauen von 9- 10 ml auf 14- 16,5 ml pro kg Körpergewicht gesteigert werden. Es kommt in diesem Zusammenhang zu einer Erhöhung des Schlagvolumens. Dies bedingt, dass mit der gleichen Anzahl von Herzschlägen mehr Blut in den Körper gepumpt werden kann. Die Menge Blut, die das Herz pro Minute auswerfen kann (Herzminutenvolumen), kann von 20 l/min bei Untrainierten auf 30-40 l/min bei Trainierten vergrößert werden. Deshalb haben ausdauertrainierte Sportler im Vergleich zu untrainierten stets eine niedrigere Pulsfrequenz bei einer ähnlichen Trainingsintensität. Bei Ausdauersportlern kann der Ruhepuls auf unter 40 Schläge/Minute sinken. Nach einer Belastung beruhigt sich der Puls auch wesentlich schneller bei Trainierten. Gleichzeitig weisen Trainierte eine verbesserte Kapillarisierung der Arbeitsmuskulatur auf, d.h. die Kapillaren (kleinste Blutgefäße in den Muskeln) haben einen größeren Querschnitt und während des Trainings ist eine größere Zahl von Kapillaren eröffnet. Dadurch wird die Arbeitsmuskulatur beim Training wesentlich effektiver mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und eventuell entstehende Milchsäure kann besser abtransportiert werden. Darüber hinaus kommt es zur Vermehrung der roten Blutkörperchen, des Blutplasmas und von Puffersubstanzen, die einen erhöhten Milchsäureanteil im Blut abpuffern können. Die Atmung vertieft sich und ein größeres Atemminutenvolumen wird erreicht.

Bei der optimalen Dosierung Ihres Trainings unterstütz Sie gerne das kompetente Trainer Team des ARS VITALIS!



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